ResQ

Mahlzeiten retten auf skandinavische Weise

Timo Büdenbender · 23.11.2016

Nachhaltige Idee können auch aus dem hohen Norden kommen. Das Startup „ResQ“ hat mit 55.000 Nutzern in zunächst Finnland und mittlerweile auch Holland, Estland und Schweden bereits über 80.000 Mahlzeiten oder 25.000 kg Essen gerettet. Teilnehmende Restaurants, Cafés, Hotels etc. können überschüssige      Gerichte – von der Vorspeise bis zum Dessert  – zu einem reduzierten Preis zum Mitnehmen anbieten. Die Nutzer*innen können per App oder am PC die Mahlzeiten bestellen und innerhalb einer angegebenen Zeitspanne abholen. So werden wertvolle Lebensmittel vor der Tonne bewahrt.

Nun ist auch Deutschland an der Reihe: Im ersten Schritt gibt es Angebote in Berlin, Hamburg und München, aber die Liste der angepeilten Städte ist lang: Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Dortmund und natürlich auch Essen sind unter anderem im Visier. Im Durchschnitt mit dem umfangreichen Angebot von „mindestens 200 Gastro-Partnern“, so  Anna Yukiko Bickenbach (bekannt als Mitgründerin von ecotastic).

Mit 100.000 Nutzern und 2.000 Gastronomie-Partnern möchte ResQ in Deutschland in einem Jahr bis zu 15.000 Mahlzeiten pro Woche retten. Angesichts von etwa 1,9 Millionen Tonnen     Lebensmitteln, die laut der Deutschen Bundesstiftung Umwelt jährlich im Bereich der Gaststätten und Hotellerie weggeworfen werden, können es auch gerne ein paar mehr sein. Vielleicht klappt das ja mit Unterstützung der deutschen Herren: Denn besonders eifrig wird der Dienst bisher von Frauen genutzt.      
 
https://resq-club.com

Foto: ResQ

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