etepetete

Krummes Gemüse auf die Teller!

Timo Büdenbender · 16.03.2015

Ist die Gurke zu krumm, die Pastinake zu verdreht oder hat die Karotte zu viele Füße, dann enden die Früchte des Feldes oft als Tierfutter, Dünger oder gar Müll. Riesige Mengen Lebensmittel werden so verschwendet, auch aus biologischem Landbau. Carsten Wille, Chris Hallhuber und Georg Lindermair möchten dies ändern: mit fertigen Bio-Gerichten aus dem Einmach-Glas und einer Gemüseretterbox zur Direktlieferung nach Hause – mitsamt passender Rezepte. Die recyclebare Box, die Holzwolle zur Polsterung und die Gläser sind dabei selbst nach ökologischen Aspekten ausgewählt.

Gemüse, das nicht entsprechend der Norm gewachsen ist, bezeichnen die Gründer respektvoll als „extravagant“ und sehen die Vielfalt an Größen und Formen als Beweis für gesundes Wachstum und für Qualität. Ganz nebenbei unterstützt das Modell biologische Gemüsebauern, die bisher teilweise auf der Hälfte ihrer Ernte sitzenbleiben. Aktuell sammelt das Trio mit einer Startnext-Kampagne die nötigen Mittel für die ersten Produktionen für Groß- und Einzelhandel und die Logistik der Gemüseretterboxen.
 
Parallel zum Unternehmen gründen die Münchner den gemeinnützigen  Verein etepetete e.V., der ein „Gemüseretter-Siegel“ vergibt. Das Siegel können Erzeuger und Hersteller bekommen, die Gemüse und Obst verwenden, dass nicht der Norm entsprechend gewachsen ist und deshalb meist auf dem Müll landet.
 
https://www.startnext.com/etepetete
http://www.etepetete-bio.de/

Bild: Etepetete Handels und Produktions GmbH

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